Wolfgang Krolow

Wolfgang Krolow, Jahrgang 1950, ist ein Berliner Urgestein der sozialkritischen Fotografie. Mitte der 70er-Jahre kam er in die Mauerstadt, um im Westteil an der Hochschule der Künste zu studieren. Schnell machte er sich mit seinen klassisch anmutenden, schwarz-weißen Fotos einen Namen und veröffentlichte in Tageszeitungen und Magazinen. Seine Fotoreisen führten Krolow an seltener fotografierte, entlegene Länder und Orte, unter anderem Albanien und Wolgograd, doch die Treue hielt er stets seinem heimatlichen Kreuzberger Kiez. Krolows fotografischer Stil weitet den Blick des Betrachters hin zur Kunst der Malerei und Zeichnung.

Am 6. April 1950 wurde Wolfgang Krolow in einem Dorf im Pfälzer Wald geboren.

Unter Verzicht auf Abitur und Bundeswehr brach er 1968 in den Mittleren Osten mit Ziel Indien auf. Er bereiste die Türkei, Syrien, den Irak und Iran sowie Afghanistan. Ohne Indien erreicht zu haben brach er die Reise aus physischer und psychischer Erschöpfung ab.

1969 bewarb er sich erfolgreich an der Kunstakademie in Mannheim und studierte dort Bildhauerei und freie Grafik bei Professor Hans Nagel.
Gleichzeitig begann er mit der Fotografie und sammelte erste Dunkelkammer-Erfahrung.

1970 zog er nach Berlin, jobbte als Verputzer auf dem Bau, als Lagerarbeiter und in einer Druckerei.

1972 bewarb er sich erfolgreich an der Hochschule der Künste, begann sein Studium der visuellen Kommunikation mit Schwerpunkt Fotografie und des Grafikdesign bei Professor Helmut Lortz aber erst 1975.

Seit 1977 arbeitete er als freier Mitarbeiter bei verschiedenen Tageszeitungen, Magazinen und Verlagen (u.a. Suhrkamp und Wagenbauch). Im gleichen Jahr zog er von Charlottenburg an den Kreuzberger Chamissoplatz und richtete seinen fotografischen Fokus auf die neue Umgebung.

Nach Beendigung des Studiums 1982 arbeitete Wolfgang Krolow als freier Fotograf in den Bereichen Journalismus, Schauspieler-Porträt und Architektur.

1979 erschien sein erster Bildband ‚Kinder in Kreuzberg‘

1981 und 1982 folgten die Bände ‚Instandbesetzer Bilderbuch‘ und ‚Seiltänze. Ein Fotobuch aus Kreuzberg‘.

1983 erschien ‚Klaus Hoffmann. Was fang ich an mit dieser Stadt‘.

2005 traf Wolfgang Krolow ein ‚Blitzschlag‘.

2012 erschien der Band ‚Stillstand und Bewegung. Menschen in Kreuzberg‘ unter seiner Beteiligung.

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