Über uns

Pressekonferenz Berliner Malerpoeten mit Martin Düspohl, Duscha Rosen, Aldona Gustas und Dieter Beuermann (von li nach re)

Sabine Drwenzki re und Karl Oppermann, der einer Besucherin ein Autogramm gibt
Foto: Udo Rzadkowski

Das konzeptionelle und kuratorische Interesse der Browse Gallery liegt bei der Erforschung und Erprobung wechselseitiger Dialoge zwischen individueller künstlerischer Produktion einerseits und sozialen Prozessen der Kulturbildung, Erzeugung von Öffentlichkeit und Gestaltung der unmittelbaren Lebensumwelt andererseits.

Anknüpfend an die Kreuzberger und (West-)Berliner Tradition widerständiger künstlerischer und subkultureller Innovation– von Dada über die Kreuzberger Bohème der 50er und 60er Jahre mit der Galerie zinke, den Rixdorfer Drucken und ab 1972 den Berliner Malerpoeten  bis zur politischen Subkultur der 70er und 80er Jahre  -   liegt ein Schwerpunkt bei der Präsentation und Vermittlung von lokalen und internationalen Künstler/innen und Arbeiten, die individuell originär und auf überraschende Weise zu einer kritischen Auseinandersetzung mit kulturellen und gesellschaftlichen Entwicklungen anregen – häufig abseits von oder sogar bewusst gegen Trends auf dem aktuellen Kunstmarkt und einengende Kategorisierungen in Diskursen des etablierten Kunstbetriebs.

Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Fotografie  - insbesondere die dokumentarische Fotografie und der Fotojournalismus.

Geschichte

Über fünf Jahre (2010 – 2015) hat die Browse Gallery auf der Empore der Marheineke Markthalle einen 250 m² großen Projektraum auf der Empore der Marheineke Markthalle bespielt. Das Galerie-Team unter der Leitung von John Colton und Sabine Drwenzki organisierte alle 4-6 Wochen wechselnde Ausstellungen und kulturelle Veranstaltungen: Ausstellungseröffnungen, Lesungen, Gesprächsrunden oder Workshops. Neben ausstellungsbegleitenden Events diente die Galerie auch anderen lokalen Initiativen oder Netzwerken als Veranstaltungsort.

Als Projekt des gemeinnützigen Vereins Community Impulse Initiative e.V. bot die Browse Gallery einen "barrierefreien" Zugang zu Bildender Kunst und ermöglichte gezielte aber auch beiläufige Wahrnehmung oder spontane Entdeckung der gezeigten Arbeiten. Kunst und Alltag sind hier nah beisammen, die Aura ist wenig feierlich, der Bezug zum Leben unmittelbar. Wie wohl kaum sonst in Galerien oder Museen kam hier ein sozial wie kulturell gemischtes Publikum zusammen.

Die Browse Gallery nahm während ihrer  Präsenz in der Marheineke Markthalle im Kreuzberger Bergmannkiez bewusst Impulse der lokalen Kunst- und Kulturszene auf und zeigte vor allem Künstler_innen und Ausstellungen, die in etablierten Museen oder Galerien eher nicht gezeigt werden.

Über die letzten Jahre hat sich die Galerie in Kreuzberg als lebendiges kulturelles Zentrum und Treffpunkt für Künstler_innen, Anwohner_innen und Besucher_innen etabliert, weil es gelang, mit den gezeigten Ausstellungen relevante Anknüpfungspunkte zu bieten und in einen lebenendigen Dialog mit den Menschen und der Kultur vor Ort zu treten. In konzentrierter Form fand das i.R. des 1,5 jährigen Ausstelklungszyklus "Inside Out I - die Kreuzberger Bohème 50er - frühe 70er Jahre" statt.

Verbindungslinien von lokalen und internationalen Entwicklungen und Debatten knüpft und fördert die Browse Gallery seit  Jahren als Initiator und Veranstalter großer internationaler Festivals im Bereich Fotografie - Berlin Fotofestival The Browse und Karikatur und Comic - The Browse Cartoon Festival.

Mit diversen Projekten u. Veranstaltungsprogrammen engagierte sich die Browse Gallery in Zusmmenrbeit mit dem Verein Community Impulse Initiative e. V. im Bereich der kulturellen Bildung - zuletzt mit dem transnationalen Austauschvorhaben "Open the Shutters" und dem Berliner Beitrag "Wall on Wall" (Kai Wiedenhöfer) zur Veränderung der Rolle von Fotografie in Konfliktzonen.

 

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