Jugendopposition und Repression in der DDR

Jugendopposition und Repression in der DDR
2.11. - 30.11.2013

Die Browse Gallery zeigt im November eine dreiteilige Ausstellung zu Jugendopposition und staatlicher Repressionn in der DDR am Beispiel des jungen DDR-Oppositionellen Matthias Domaschk, der am 10. April 1981 von der Transportpolizei auf einer privaten Reise von Jena nach Berlin aus dem Zug heraus verhaftet wurde und der zwei Tage später in Stasi-Haft ums Leben kam.

Anlass für die Ausstellung ist die Entlassung von Horst Köhler als Center-Manager in der Marheineke Markthalle im August 2013 im Zusammenhang mit dem Bekanntwerden seiner Stasi-Vergangenheit.

Als Stasi-Hauptmann führte Horst Köhler die letzten Vernehmungen mit Matthias Domaschk. Er hatte ihn als Letzter lebend gesehen und hat sich bis heute nicht zu den Todesumständen erklärt.

Die Browse Gallery greift mit der Ausstellung aktuelle Fragen vieler Menschen hier vor Ort zu den Hintergründen der Geschichte auf und hofft, damit zu einem besseren Verständnis beizutragen, welche Strukturen und Mechanismen staatlicher Macht am Ende dazu führten, dass ein junger Mann den Tod fand.

Vermittelt wird dies in drei Ausstellungsteilen: „ALLES ZUM WOHLE DES VOLKES“, Preview eines Teils der für 2014/15 geplanten Dauerausstellung „Staatssicherheit in der SED-Diktatur“ des Stasimuseums Berlin, der die letzten Tage im Leben Matthias Domaschks aus der Sicht des Ministeriums für Staatssicherheit schildert.

"DER MUT DER WENIGEN - Protest - Repression - Solidarität. Folgen einer Ausbürgerung", eine Ausstellung der Robert Havemann Gesellschaft. Sie zeichnet Vorgeschichte und Kontext für die Verfolgung von Matthias Domaschk durch die SED. Domaschk gehörte zu den jungen Ostdeutschen, die 1976 gegen die Ausbürgerung des Liedermachers Wolf Biermann aus der DDR protestierten.

„JUGENDOPPOSITION IN DER DDR“, eine Ausstellung der Robert Havemann Gesellschaft und der Bundesstiftung Aufarbeitung, zeigt am Beispiel von 18 Jugendlichen, dass sich über die gesamte Zeit ihrer Existenz Widerspruch gegen die SED-Diktatur in der DDR artikuliert hat. Immer wieder stoßen junge Menschen auf der Suche nach Orientierung und Wahrhaftigkeit an Grenzen, die die Diktatur setzt. Zu den in der Ausstellung porträtierten Jugendlichen gehören Doris Liebermann und Detlef Pump, die mit Matthias Domaschk befreundet waren.

Eröffnung: Samstag, den 2. November um 15 Uhr
Ansprachen: Andreas Foidl, Geschäftsführer Berliner Großmarkt GmbH
Jörg Drieselmann, Geschäftsführer Stasimuseum Berlin

Unser Dank gilt den Veranstaltungspartnern des Stasimuseum Berlin und der Robert Havemann Gesellschaft, unterstützt durch den Berliner Landesbeauftragten für Stasi-Unterlagen.

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