Artur Märchen

9.8. - 30.8.2014

Ausstellung Artur Märchen
Fantastischer Realist - realistischer Fantast.

1932 in Grünberg/Schlesien geboren, wuchs Artur Raake, genannt Märchen, in Kreuzberg auf und starb dort 2002. Ohne eine Familie, die für ihn sorgte, hielt er sich als Matrose, Karussellmacher, Kneipenmusiker, Leierkastenbauer, Tischler, Uhrmacher, Schuster u. mit anderen Gelegenheitsarbeiten über Wasser. Mit seinen Bildern und Geschichten, die er bereits seit früher Jugend schuf, verdiente er erst später einen Teil seines Lebensunterhalts.

Anfang der 60er Jahre erhielt er seinen Spitznamen Märchen von Rosi, der Wirtin der Künstlerkneipe „Leierkasten“, da er ihr als Erzähler von fantastischen Geschichten aufgefallen war. Märchen war eine zentrale Figur der Kreuzberger Kiez- und Kneipenkultur. Von hier stammen viele Motive und Geschichten seiner Bilder.

Märchen arbeitete nur punktuell mit Galeristen zusammen und stellte seine Bilder in zahlreichen kleineren Ausstellungen in Kneipen aus, wo er Abend für Abend trank, Geschichten erzählte, Lieder sang und mit seinen Freunden feierte. Durch Ausstellungen der Berliner Malerpoeten im In- und Ausland fanden seine Werke später auch außerhalb Kreuzbergs Anerkennung.

Die Ausstellung i. R. des Bohème-Zyklus zeigt erstmals nach dem Tod Artur Märchens das breite Spektrum seines künstlerischen Schaffens. Die Objekte, überwiegend Drucke und Ölgemälde sowie dokumentarisches und biographisches Material entstammen dem Märchen-Nachlass des Friedrichshain-Kreuzberg Museums und privaten Leihgebern.

Download: Presse-Erklärung zur Ausstellung

Eröffnung: 9.8.2014, 15:00 Uhr

Sprecher: Martin Düspohl, Leiter Friedrichshain-Kreuzberg
Hugo Hoffmann, Kurator, Freund

Ausstellungszeiten: 9.8. – 30.8.2014

Unser herzlicher Dank gilt Hugo Hoffmann, dem Friedrichshain-Kreuzberg Museum und anderen Leighgebern sowie weiteren Kooperationspartner/innen: Marheineke Markthalle, Hannelore Mühlenhaupt und Kurt Mühlenhauptmuseum Bergsdorf, Medienpartner: Berliner Fenster

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