Ton Steine Scherben – Ausstellung und Foto-Installation

10. Juni - 4.Juli 2021

Wenn die Nacht am tiefsten - Ton Steine Scherben und ihre Zeit

Die zweiteilige Foto-Ausstellung der Browse Gallery setzt sich anhand von Fotografien mit der Entstehung, dem Antrieb, der Performance, Entwicklung und Nachwirkung der Band Ton Steine Scherben auseinander. Kuratiert von John Colton, wird die Entwicklung der Band in Wechselwirkung mit gesellschaftlichen Kräften, sozialen, politischen und kulturellen Revolten und Bewegungen der 60er bis 80er Jahre erkundet. Den Begegnungen, Erfahrungen, Kämpfen, Träumen und Haltungen der Band wird nachgespürt, Fragen des Bezugs zur Gegenwart aufgeworfen.

Open-Air zu sehen sind die Scherben in ihrer Zeit in der Foto-Installation im Rondell  vor dem Kunstquartier Bethanien. Scherbenförmig angeordnete Bildinseln mit Fotos von Mitgliedern und Umfeld der Band inmitten von Aufnahmen zur Zeitgeschichte - Situationen, Personen, Orte - in West-Berlin aber auch darüber hinaus. Die Bilder stammen von Fotograf*innen wie Jutta Matthess, Rita Kohmann, Axel Benzmann, Günter Zint, Astrid Proll, Wolfgang Krolow, Siebrand Rehberg u.a. sowie von international arbeitenden Foto-Journalist*innen. Im Projektraum des Bethanien treffen Besucher*innen auf Installationen, Objekte und Fotografien, die pointiert ausgewählte Erfahrungs- und Entwicklungsmomente der Band erlebbar machen. Kommentiert werden diese aus subjektiver Perspektive von Mitgliedern der Band, der Scherben-Community und anderen Zeitgenoss*innen in kurzen Text-, Audio- und Videostatements. Unterschiede und Widersprüchliches treten dabei zu Tage.

Mit ihrer Haltung und ihrer Musik beeinflussten Ton Steine Scherben und Rio Reiser bis heute nachkommende Musiker*innen-Generationen in Deutschland und sie berührten die Biographien unzähliger Menschen. Sicht- und hörbar werden können diese in dem Ausstellungselement des Memory Board.

Analog zu Praxis und Haltung von Ton Steine Scherben, verfolgt die Ausstellung keine lineare und abgeschlossene Narration. Sie will einen Erfahrungs- und Verständigungsraum öffnen, in dem der Blick zurück auch zu einer aktuellen Positionsbestimmung anregt: Wo stehen wir jetzt? Wenn die Nacht am tiefsten und während die Karten neu gemischt werden.

Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds und der Senatsverwaltung für Kultur und Europa.

Ort: Projektraum, Kunstquartier Bethanien und Open Air, Mariannenplatz 2, 10997 Berlin
Ausstellungsdauer: 11. Juni – 4. Juli 2021, Besuch nur mit Termin-Buchung (s.u.)
Öffnungszeiten: Die-So 13:00 – 19:00 Uhr
Eintritt: frei

Wichtige Infos für den Ausstellungsbesuch!
Für ein optimales Besuchserlebnis bitte ein Smartphone mit Kopfhörern und mit installiertem QR-Code-Reader mitbringen. In der Ausstellung werden Zusatzinformationen in Form von kurzen Audios oder Videos über QR-Codes bereitgestellt. Ein negativer Corona-Test und eine Voranmeldung des Ausstellungbesuches sind nicht mehr nötig.

Der Zugang zu dem Projektraum ist auch für Rollstuhlfahrer*innen möglich. Eine Rampe für einen rollstuhlgerechten Zugang zu der Außenausstellung im Rondell kann auf Anfrage an info@50jahre-tonsteinescherben.de mit zeitlichem Vorlauf gern bereitgestellt werden.  

Mehr Infos zum Festival: Festival Website WENN DIE NACHT AM TIEFSTEN

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Die Ausstellung ist eröffnet

Die Band ist zufrieden, die Fotograf*innen auch, der Senator bewegt, Besucher*innen inspiriert - was gibts mehr? Wir sind happy. Kommt und seht selbst - bis zum 4. Juli noch.

Fotos: Sönke Tollkühn

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