Karl Oppermann

Das künstlerische Werk des Malers Karl Oppermann umfasst Ölbilder, Zeichnungen, Collagen und Plastiken. Er hat 10 Bücher mit eigenen Gedichten und Illustrationen veröffentlicht.
Seit den späten 50er Jahren war er mit Günter Grass befreundet, seit 1972 Mitglied der Berliner Malerpoeten.
1971-96 war er Professor für freie Malerei an der HdK, jetzt UdK, Berlin.

Als Maler mit einer „humanen Mission“ thematisiert Oppermann aktuell mit einer Serie von Ölgemälden, Düstere Gesellschaft, Krisen und Kriege im Nahen Osten und anderswo in der Welt. Er verbindet diese bildlich mit Erinnerungen an Barbareien des 20. Jahrhunderts. Die Bilder drücken Zweifel aus, dass wir vorankommen mit dem „Menschheitstraum von Frieden und Fortschritt in Freiheit“ (Oppermann). Die Bilder sind Teil der Ausstellung Oxymora - Berliner Malerpoeten und litauische Künstlerinnen, Leipziger Baumwoll Spinnerei 2017.

Wurde  am 30. Oktober 1930 in Wernigerode (Harz) in eine alteingesessene Handwerkerfamilie geboren.  Nach Ende des 2.Weltkriegs entscheidet er sich bereits als 15jähriger Maler zu werden und beginnt gleichzeitig zu schreiben. Sein künstlerisches Werk umfasst Ölbilder, Zeichnungen, Collagen und Plastiken. Er hat 10 Bücher mit eigenen Gedichten und Illustrationen veröffentlicht.

Nach dem Abitur verlässt Oppermann Wernigerode (damals DDR) und studiert an der damaligen West-Berliner HfBK Hochschule für Bildende Kunst bei Ludwig Gabriel Schrieber (Bildhauerei) und Curt Lahs (Malerei), später wechselt er als Meisterschüler von Ernst Schumacher zur freien Malerei.

1952 lernte er anlässlich einer Paris-Reise Günter Grass kennen, mit dem er seit den gemeinsamen Studienjahren an der HfBK bis zu Grass Tod 2015 befreundet war.
In den 60er Jahren wurde Oppermann durch erste Ausstellungen in Berlin bekannt:  1959 in der Galerie Rosen,  1963 in der Galerie Gerda Bassenge und 1965 im Haus am Lützowplatz.
1962 veröffentlicht er seinen ersten Gedichtband mit Radierungen Altea.  
1971 - 1996 lehrte Oppermann 25 Jahre freie Malerei  an der damaligen Hochschulde der Künste HdK (heute UdK). In de n nächsten Jahrzehnten folgen längere Arbeitsaufenthalte im Ausland.
Von 1970 bis 1985 betrieb Oppermann neben seiner Werkstatt in Berlin ein Atelier auf Elba, ab 1989 auch eines  in Barcelona. Heute lebt er wieder überwiegend in seiner alten Heimat im Harz.

Luis Freres hat für Karl Oppermann anlässlich einer Lateinamerika-Reise mit Ausstellungen in Bogotá und Caracas die Bezeichnung „Prusiano-Latino“ eingeführt. Diese bezieht sich auf die eingehende politische Auseinandersetzung Oppermanns mit der preußischen und deutschen Vergangenheit einerseits und seine emotionale Verbundenheit mit Spanien und Lateinamerika andererseits.

Als Maler mit einer „humanen Mission“ thematisiert Oppermann aktuell mit einer Serie von Ölgemälden, Düstere Gesellschaft, Krisen und Kriege im Nahen Osten und anderswo in der Welt. Er verbindet diese bildlich mit Erinnerungen an Barbareien des 20. Jahrhunderts. Er hat Zweifel, dass wir vorankommen mit dem „Menschheitstraum von Frieden und Fortschritt in Freiheit“ (Oppermann).

AUSZEICHNUNGEN
2003 Kunstpreis der Stadt Wernigerode
2006 Sankt Andreas Kunstpreis
2015 Verleihung der Ehrennadel des Landes Sachsen-Anhalt

www.karloppermann.eu

Die Arbeiten von Oppermann wurden über die letzten 5 Jahrzehnte in zahllosen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt. Einzelausstellungen u. a. in Berlin, Bogota, Barcelona, Bonn, Brüssel, Buenos Aires, Caracas, Frankfurt am Main, Genua, Halle, Hamburg, Krakau, Houston/Texas, Lima, Lissabon, London, New York, Paris, Potsdam, Prag, Quedlinburg, Sao Paulo, Wilhelmshaven

Aktuell:
Galerie Petra Lange, Berlin, 28. Juni - 16. August 2017
NordArt 2017 (group exh.), Rendsburg / Büdelsdorf, 10. Juni - 08. Oktober 2017
Der Maler Karl Oppermann, Kunstquartier Havelberg,, 25. März - 10. Juni 2017

SAMMLUNGEN
Stiftung Karl Oppermann an der Hochschule Harz (seit 2009),  Jüdisches Museum Berlin, Kupferstichkabinett Berlin, Landesmuseum Bonn, Kupferstichkabinett Dresden, Biblioteca Nacional de Madrid, Berlinische Galerie, Stiftung Berlin Museum und in anderen Institutionen und Banken.

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