Günter Bruno Fuchs

Günter Bruno Fuchs, geboren 1928, studierte nach Arbeitsdienst und Fronteinsatz ab 1946 an der Berliner Hochschule für Bildende Künste. Er lebte als Galerist der Zinke, als Mitherausgeber der Rixdorfer Drucke und als Schriftsteller in Berlin. Er schrieb neben Hörspielen, Kinderbüchern, Romanen, Essays und Großstadtlyrik auch witzige Montagen, Unsinnsgedichte und Chansons. Er starb 1977. (Hanser)

Günter Bruno Fuchs war ein Berliner Schriftsteller und Grafiker (1928 - 1977 Berlin)

Zu seinen Werken zählen Gedichte, Erzählungen mit eigenen Holzschnitten, Romane, Hörspiele und Kinderbücher, die er überwiegend selbst mit Typografien und Grafiken illustrierte.

Günter Bruno Fuchs trug wesentlich zum Erblühen einer vielschichtigen und interdisziplinären Kreuzberger Künstlerbewegung und Bohème bei. 1959 initiierte er die Gründung der Kreuzberger Hinterhofgalerie zinke. Ab 1963 war er Ideengeber der Grafiker-Gruppe Rixdorfer Drucker in der Kreuzberger Oranienstraße und 1972 holte ihn Aldona Gustas als einen der ersten zur Gruppe der Berliner Malerpoeten.

Der geborene Kreuzberger lernte als „kinderlandverschickter“ Schüler in der Slowakei die von den Nazis verfolgten „Zigeuner“ kennen, was ihn später zu seinem ersten Buch der „Zigeunertrommel“ inspirierte. Auch ein kurzer Einsatz an der Front und die folgende Kriegsgefangenschaft prägten sein Leben und späteres Werk. 1945 kam er nach Berlin Kreuzberg zurück. Er besuchte die Ingenieursschule für Hochbau und die Hochschule für bildende Künste und arbeitete 1948-50 im Ostteil der Stadt als Schulhelfer. 1950-1952 verdiente er im Ruhrgebiet u.a. als Zechenarbeiter und Zirkusclown seinen Lebensunterhalt. 1952-1957 war er in Reutlingen als Zeichenlehrer, Grafiker, Journalist und Autor tätig und ging dann nach Berlin zurück.

Auch gibt es niemanden, der den Schmerz an sich liebt, sucht oder wünscht, nur, weil er Schmerz ist, es sei denn, es kommt zu zufälligen Umständen, in denen Mühen und Schmerz ihm große Freude bereiten können. Um ein triviales Beispiel zu nehmen, wer von uns unterzieht sich je anstrengender körperlicher Betätigung, außer um Vorteile daraus zu ziehen? Aber wer hat irgend ein Recht, einen Menschen zu tadeln, der die Entscheidung trifft, eine Freude zu genießen, die keine unangenehmen Folgen hat, oder einen, der Schmerz vermeidet, welcher keine daraus resultierende Freude nach sich zieht?Auch gibt es niemanden, der den Schmerz an sich liebt, sucht oder wünscht, nur, weil er Schmerz ist, es sei denn, es kommt zu zufälligen Umständen, in denen Mühen und Schmerz ihm große Freude bereiten können.

   

    

 

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